Meine Frau

Meine Frau ist schlau
Sie weiß ganz genau
Wie der Hase läuft
Keine, die sich besäuft

© Christian Alexander Tietgen, 13.10.2019

Liebe geht durch alle Zeiten

Liebe geht durch alle Zeiten

Bürgerliche Konvention
Wen kümmert das schon
Dich nicht
Mich auch nicht
Bourgeoisie
Kann ich nie

Zwischen Himmel und Erde
Gibt es Dinge
Die versteht man nur
In Gegenwart einer Person
Und ist sie weg
So ist gleichsam dieses Verständnis entschwunden

Man sagt: „Du musst zuerst mit dir selbst klarkommen, bevor du zu zweit zurechtkommst“
Doch vielleicht ist es gar nicht so verkehrt, sich unvollständig zu fühlen
Treibt es doch an
Mein gesamtes Tun ist nur bestimmt durch diesen einen Wunsch:
Vereinigung

Menschen verfolgen verschiedene Interessen: private und professionelle
Aber vielleicht kann man das nicht trennen
Die 68er-Bewegung sagte „Das Private ist politisch“
Das kann man nicht pauschal so sagen
Aber dennoch haben wir immer verschiedenste Interessen im Kopf
Und das sind nicht immer nur die, die gerade vorgesehen sind
Dessen müssen wir uns bewusst sein

Vielleicht müssen wir uns diesen Interessen hingeben
Die Grenzen des Machbaren ausloten
Gut überlegt
Ohne ein heilloses Chaos anzurichten
Liebe ist vielleicht nicht rational erklärbar
Aber dennoch sollte man verantwortungsvoll mit ihr umgehen
Das bedeutet dass wir eine Chance zur Entwicklung geben
Aber auch darauf achten, was da zwischen uns ist
Ob es ein Gefühl der äußeren Sicherheit oder eins der inneren Sicherheit ist
Oder beides gleichzeitig
Dann sollte man es besiegeln
Nur dann

Manchmal denkt man zurück an das Glück
Wenn auch nur von kurzer Dauer
Ist man schlauer
So sollte es sein
Ohne diesen Stein

© Christian Alexander Tietgen

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Beschreibung des Autors zu „Liebe geht durch alle Zeiten“

Wie immer interdisziplinär ausgerichtet

In mir ruhend

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Wasserfälle

Ich rede wie ein Wasserfall
Dann gibt es einen lauten Knall
Und was bleibt
Von der guten alten Zeit
Der nächste Kick
Lauert hinter dem nächsten Klick
Doch was bleibt nach diesem Abenteuer?
Es ist mir nicht geheuer

Träume sind Schäume
Und auf ihnen wachsen Bäume
Sind deine Ressourcen knapp
Holzt du den Wald ab
Nun spazierst du über Brachland
Und fragst dich, wann das alles verschwand
Der Sommer war so heiß
Und du brichst aus in Schweiß

Nach all diesen Schlachten
Bleibt mir, zu beobachten
Das kann ich gut
Davor ziehst du deinen Hut
Immer soll man aktiv werden
Und steht dann vor Scherben
Es gibt so viele Worte
Die ich in meinen Gedanken horte

Muss man immer erwachsen sein
Und ein Schwein
Wo ist dein trautes Heim
Irgendwo muss es sein
Die Orientierung verloren
Unausgegoren
Zu Hause ist, wo deine Freunde sind
Mein Kind

Was zählt?
Selbstgewählt
Solitäre Seele
Ein Schmerz und eine Kehle
Manchmal muss man verschwinden
Um sich selbst zu finden
Fühl tief in dich rein
Befrei dich von all dem Schein

Das Leben ist wie ein Fluss
Nach vielen Anstrengungen kommst du an
Und dann ist Schluss
Mit all dem Wahn
Dann weißt du wo du hingehörst
Und dass du nicht nur störst
Bau sie ab, die Wut
Und mach dir bewusst, wer und was dir gut tut.

Letztendlich sind wir alle nur Kämpfer
Keiner ist nur gut oder nur schlecht
Niemand immer nur ungerecht
Aber manchmal sollten wir uns fragen
Womit wir uns plagen
Und auch mal anklagen
Wenn wir etwas nicht ertragen

Denn manches macht dich kaputt
Und dann ist da am Ende nur Schutt
Wenn du nicht rechtzeitig die Reißleine ziehst
Ist deine ganze Zukunft vermiest
Du überbringst die Hiobsbotschaft
Weil es mancher nicht rafft
Doch du bist nicht schuld
Auch wenn manchem fehlt die Geduld

Ich sage dir: Liebe dich!
Ich weiß, es ist schwierig.
Du wirst dir selbst immer am nächsten sein
Und auch manches Mal weinen
Sie sagen: Du sollst erwachsen sein
Doch du kennst dich selbst am besten
Da ist Norden, Osten, Süden und da Westen
Lasse zu das Kind in dir
Und bleib in deinem Revier

© Christian Alexander Tietgen

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Beschreibung des Autors zu „Wasserfälle“

Inspirationen:
– „Waterfalls“ von TLC
– Jennifer Rostock

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Kritik der reinen Unverbindlichkeit

Wer bist du?

Bist du der, der ohne Verhütung reinspritzt und sich dann verpisst? Und das am besten 30 Mal?
Bist du die, die sich so sehr Sex und Kinder wünscht und doch klappt es nie?
Bist du der Overachiever, dem keine glückliche Kleinfamilie vergönnt ist?
Bist du die oder der, die von ihrem Schwarm nach einem One-Night-Stand abserviert wurden?
Bist du die, mit der alle Männer ins Bett wollen, obwohl du das gar nicht möchtest?
Bist du die, die immer wieder ungewollt begrabscht wird?
Bist du die, die nach der Scheidung keinen passenden Mann mehr findet?
Bist du die, der es einen Kick gibt, sich möglicherweise mit einer Geschlechtskrankheit anzustecken oder ungewollt schwanger zu werden?
Bist du die, die sich nur richtig begehrt fühlt, wenn sie fremdgeht?
Bist du die, die nur harten Sex will, weil sie zu Liebe nicht imstande ist?
Bist du der Kumpel-Typ, der für ficken gut genug ist, aber im Stich gelassen wird, wenn sich eine Frau findet, mit der man angeben kann?
Bist du die, die nicht mit jedem schläft, aber gerne flirtet und Komplimente zu schätzen weiß?
Bist du die, die besser mit Männern klarkommt als mit Frauen?
Bist du der, dem Freundschaft wichtiger ist als ein schneller Schuss?
Bist du die, die in sich ruht und einem Mann Sicherheit gibt?
Bist du die, die nur auf den Status eines Mannes schaut?
Bist du die, für die nur die Penisgröße zählt?
Bist du die, für die nur die Liebe zählt?
Bist du die, für die ihr Partner gleichzeitig ein guter Freund ist?
Bist du die, die immer wieder einen Schwangerschaftstest macht, egal ob sie nun ein Kind will oder nicht?
Bist du ein Stecher?
Bist du für viele Frauen der liebste Mann auf Erden?
Bist du jemand, der manchmal lieber nicht so viel Trieb hätte?
Bist du jemand, der sich die große Liebe wünscht, aber für die meisten Frauen nicht infrage kommt?
Bist du glücklich, wenn du abschalten kannst, weil es nicht um Gefühle geht oder bist du glücklich, wenn du abschalten kannst, weil du dich geborgen fühlst?
Bist du der Meinung „Dumm fickt gut“ oder eher der Meinung „Großer Geldbeutel fickt gut“?
Bist du traurig, weil du keinen hast oder bist du traurig, weil dein Partner dich alleine lässt?
Bist du verzweifelt, weil die Welt dir so viele Möglichkeiten bietet, dass du dich nicht entscheiden kannst und am Ende doch alleine dastehst?
Bist du reflektiert, was dein Sexual- und Liebesleben angeht oder poppst du einfach drauf los?
Bist du jemand, der mit seinem Sexleben der Welt etwas beweisen muss?
Bist du das Kind eines Samenspenders, eines Freiers, eines verheirateten Fremdgehers oder eines anonymen One-Night-Stands?
Bist du zufrieden mit deinem Geschlecht oder fühlst du dich unwohl in deiner Geschlechterrolle?
Bist du befriedigt, wenn du es dir selbst machst oder brauchst du auf Teufel komm raus Geschlechtsverkehr, selbst wenn kein Kondom da ist?
Bist du sexsüchtig oder asexuell?
Bist du für die Liebe für alle oder bist du homophob?

Sei so wie du willst, aber sei dir dessen bewusst und stehe ehrlich dazu, wenn man dich danach fragt. Achte die Menschenwürde jedes Einzelnen.

© Christian Alexander Tietgen

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Beschreibung des Autors zu „Kritik der reinen Unverbindlichkeit“

Mannigfaltig und bedeutungsschwanger 😉

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Erkenne dich, erkenne mich

Ich blicke in deine Seele
Ich weiß, was ich wähle
Nimm dich an so wie du bist
Ich tue es dir gleich
Sein Innerstes zu teilen
Ist intimer als sich am Körper aufzugeilen
Und doch, Inneres und Äußeres gehören zusammen
Bring beides in Einklang
Dann kommst du an
Während ich Blumen pflück‘
Finde ich mein Glück

© Christian Alexander Tietgen

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Beschreibung des Autors zu „Erkenne dich, erkenne mich“

Ich bin tiefenentspannt.

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